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Die Herdade da Mata mit ihren 740 Hektar Land ist eine für den Alentejo mittelgrosse Farm. Sie liegt etwa 2km ausserhalb des Dorfes Alcáçovas, das rund 3000 Einwohner hat und über mehr oder weniger alle notwendigen Infrastrukturen verfügt.

 

Wir betreiben eine extensive Landwirtschaft, d.h. wir besitzen rund 200 Mutterkühe, die zusammen mit ihren Kälbern frei auf den Feldern weiden. Auch unsere sechs Stiere dürfen die Kühe begleiten und sollen dafür sorgen, dass möglichst jede Kuh jedes Jahr ein neues Kalb bekommt! Ställe haben wir keine, die Kühe sind es gewohnt Sommer und Winter, Tag und Nacht im Freien zu sein. Wenn eine Kuh erkrankt oder sonst eine Behandlung nötig wird, bringen wir die Kühe in einen grossen Korall und behandeln sie in einem speziellen Kuhgatter.

 

 

 

 

 

Unsere Mutterkühe sind mehrheitlich gemischte Rassen aus Alentejana und Limousin oder Blonde d’Aquitaine. Vier unserer Stiere sind reinrassige Blonde d’Aquitaine, Nestor und Jorge sind zwei Limousin-Stiere.

 

 

 

 

 

Die Kälber bleiben in der Regel während der ersten fünf Monate bei ihren Müttern auf der Weide. Dann werden sie entweder verkauft oder auf eine eigene Weide gebracht. Viele Kuhkälber wurden in den letzten Jahren nicht verkauft, sondern ersetzten alte Mutterkühe.

 

 

 

 

Wir legen auf der Mata grossen Wert auf artgerechte Tierhaltung. Unsere Tiere bekommen nur Medikamente, wenn sie krank sind, wenn möglich keine Antibiotika und schon gar keine Hormone. Sie können sich auf den grossen Weiden völlig frei bewegen und auch die Kälber kommen in der Regel ohne unsere Hilfe zur Welt. Im Sommer, wenn die Weiden dürr sind, füttern wir reichlich Heu und sind besorgt, dass immer genügend Trinkwasser zur Verfügung steht.

 

Das Futter für die Tiere produzieren wir mehrheitlich selber. Im September werden die Felder mit Hafer eingesät, der im Mai geschnitten und zu Ballen gebunden wird. Auf einigen Weiden säen wir eine Grasart, die von den Kühen direkt abgefressen wird. Im Frühjahr werden dann Mais und Sudangras eingesät. Dank unserem grossen Stausee können wir mit zwei Kreisregnern bis 60 Hektar Fläche bewässern. Vor drei Jahren haben wir mit Direktsaat angefangen, d.h. die Böden werden vor der Einsaat nicht mehr bearbeitet, sondern das Saatgut wird mit einer speziellen Maschine direkt in die Erde eingebracht. Wir sind überzeugt, dass die Direktsaat in jeder Hinsicht von Vorteil ist und speziell auch die Bodenerosion vermindert.

Nebst unseren Kühen gibt es auf der Mata natürlich noch viele andere Tiere – schliesslich ist genügend Platz vorhanden. Angefangen bei den diversen Hunden, die auf unserem Hof herumspazieren, über die beiden Lusitano Reitpferde, die freilaufenden (glücklichen) Schweine und Hühner und das Pony sind natürlich unsere Esel zu erwähnen. Sie gehören zu unseren Lieblingstieren, sind ausgesprochen fotogen und tragen mit ihrem I-AH wesentlich zur ländlichen Geräuschkulisse bei. Und wenn alles gut läuft, kommt einmal im Jahr ein kleiner flauschiger Esel zur Welt.

 

Georg & Barbara Thomann, Herdade da Mata, P-7090 Alcáçovas, Tel. 00351 266 94 90 11, gbtmata@email.ch

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